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Mit dem Mietwagen durch Bali – Hati Hati

Premiere! Premiere! In unseren Flitterwochen auf Bali hat Mr. B. in die Tasten gehauen und seinen ersten Beitrag für den Blog hier geschrieben. Freut euch also auf seine Anekdoten zum Abenteuer „Mietwagen Bali“:

Als Annika und ich unsere Flitterwochen planten kam uns die verlockende Idee Bali per Mietwagen zu erkunden. Somit sind wir die ganze Zeit mobil und können tun und lassen was wir wollen! Naja nahezu, wir haben ja kein Moped, aber dazu komme ich später. Die Reaktionen unserer Freunde die bereits auf Bali waren reichten von „seit ihr bescheuert“ über „Ihr seid ja lebensmüde“ bis hin zu „schreibt schonmal euer Testament“. Nach all diesen lieb gemeinten Ratschlägen kamen uns so langsam die Zweifel ob dieser Plan wirklich so klug ist. Nach einem kurzen Kriegsrat haben wir jedoch beschlossen den Plan durchzuziehen.

Unser Mietwagen auf Bali

Unser Mietwagen auf Bali

Nun begann die Suche nach dem richtigen Anbieter und dem passenden Wagen. Gar nicht so leicht sich in diesem Anbieterdschungel zurecht zu finden. Wir haben uns nach langer Recherche entschieden einen Dacia Ayla bei der durch einen deutschen geführten Firma „André Sewatama“ zu mieten. Durch einen einheimischen Fahrer wurden wir am Flughafen abgeholt und zu dem Autohof gebracht. Dieser gab uns dann auch die abenteuerliche Einweisung auf indonesisch und per Zeichensprache in das Fahrzeug. Der deutsche Besitzer stand indes neben mir, lachte und sagte:“er kann kein Wort Englisch, aber ich finde er bemüht sich“. Für mich in diesem Moment einfach nur unverständlich aber das Auto hat ja auch nur vier Reifen und ein Lenkrad. Alles in Allem war die Abwicklung und vor allem das Fahrzeug sehr gut und bedenkenlos weiterzuempfehlen.

Einblick in den Verkehr

Einblick in den Verkehr

Nun fuhren wir also los. Ohne Navigationssystem aber mit dem Periplus Bali Street Atlas im Gepäck. In dem Atlas ist so ziemlich jede Straße von Bali enthalten und er eignet sich sehr gut für das navigieren über die Insel, ein teures Navi wird nicht gebraucht. Natürlich werdet ihr euch verfahren….aber genau das macht doch den Reiz einer Tour in einem fremden Land aus. Für die bessere Orientierung empfehle ich euch jedoch einen Kompass oder eine Kompass App bei Euch zu führen. Denn wenn man sich verfranst können die Himmelsrichtungen doch sehr hilfreich sein.

Kommen wir nun zu dem wichtigsten Punkt einer Mietwagentour, die Verkehrsregeln. Ganz wichtig, LINKSVERKEHR! Oha…. Annika hat hier und da schon ein wenig geschrien :-) Der Linksverkehr war für mich das schwierigste und ich brauchte echt zwei Tage um mich daran zu gewöhnen. Ein Geschwindigkeitslimit gibt es im übrigen auf Bali kaum zu sehen. Auf Grund der Fülle der Straßen kommt es selten vor das man schneller fährt als 40-50 km/h. Das macht meines Erachtens das Fahren auf Bali relativ sicher und wenig spektakulär.

Panik ist nur gespielt

Panik ist nur gespielt

Knifflig wird es an Engstellen, die durch direkt an der Fahrbahn gepflanzte Bäume, parkende Fahrzeuge, Prozessionen oder Tiere auf der Strasse entstehen. Hier gilt die Devise….fahrt vorsichtig. Auf Bali im Verkehr passt jeder auf den anderen auf. Die besagten Prozessionen führen im übrigen auch schonmal dazu das ganze Strassen gesperrt werden. Wundert euch also nicht wenn Ihr euch in einem Stau befindet und euch über eine Stunde nicht vom Fleck bewegt. Ebenso werden aus Strassen auch gerne mal Einbahnstrassen gemacht. Solange Ihr im Auto unterwegs seit dürft ihr diese nicht passieren. Mit einem Moped ist das erlaubt. Demnach müsst Ihr also auch in Einbahnstraßen mit Gegenverkehr rechnen!

Eine Prozession auf Bali

Eine Prozession auf Bali

Nun komme ich aber zu der wichtigsten aller Regeln….wer hupt hat Vorfahrt….klingt komisch, ist aber so. Vor lauter hupenden Autos und Mopeds weiß man allerdings teilweise gar nicht mehr so genau wer gerade hupt und wer wartet. Auch hier lautet die Devise, Hati hati. Das heißt soviel wie Achtung Gefahr und Vorsicht Vorsicht.

Mr. B. hat alles im Griff

Mr. B. hat alles im Griff

Alles in allem kann ich Euch nur empfehlen die Insel Bali mit einem Mietwagen zu erkunden. Wenn Ihr ein einigermaßen sicherer Fahrer seit und ein wenig Geduld und Vorsicht mitbringt, wird euer Autotrip auf Bali ein unvergesslicher Urlaub werden. Die Insel hat soviel traumhafte Landschaften an der Küste und im Landesinneren zu bieten, die nur darauf warten erkundet zu werden.

Ich wünsche Euch viel Spaß
Mr. B.

Dieser Beitrag darf gerne geteilt werden:

13 Comments

  1. Lustig, hier mal die männliche Seite des Reisens auf deinem Blog zu lesen.
    Was ich mich nur frage, ist ein Mietwagen auf Bali soviel anders, als beispielsweise auf Thailand zu fahren?

    Viele Grüße
    Katja

    • Liebe Katja,
      also grundsätzlich ist Mietwagen fahren in Asien eine Herausforderung. In Thailand hatten wir auf Phuket und in der Region um Khao Lak einen Mietwagen – da war schlicht und einfach nicht so viel los, wie auf Bali. Und die Fahrer sind auf Bali schon echt bekloppt (in Thailand teilweise auch), hinzukommen hier halt noch die unzähligen Prozessionen und Straßensperrungen, da muss man sich schon auf so einiges gefasst machen. Uns hat es trotzdem echt gut gefallen und wir können uns keinen Urlaub ohne eigenes Gefährt mehr vorstellen.
      LG Annika

  2. Ich finde Auto fahren in Südostasien ja immer sehr aufregend, und die Flexibilität durch ein eigenes Gefährt möchte ich auch nicht missen.
    Warum habt ihr es denn nicht wie alle anderen Touristen gemacht und ein Moped gemietet? Da würde ich es verstehen, wenn man das gefährlich findet – die Unfallstatistiken sprechen eine deutliche Sprache…

    LG
    Jenny

    • Liebe Jenny,
      ein Moped haben wir mal in Thailand oder Vietnam gemietet – jeweils für Tagesausflüge. Das war auch immer ein besonderes Erlebnis. Vor allem in Vietnam, wo man scheinbar hupen muss, um zu signalisieren, dass man jetzt fährt – und unsere Hupe war kaputt.
      Auf Bali sind wir teilweise richtig weite Strecken gefahren und hatten unsere Koffer oder zB unser ganzes Schnorchelzeug dabei – da war das Auto schon praktischer – und wir hatten eine Klimaanlage ;-)
      Lg Annika

  3. Um ehrlich zu sein, ich mag inzwischen im Ausland gar nicht mehr Auto fahren. Darum komme eich auch nur mehr ganz selten in die Verlegenheit einen Mitwagen zu nehmen. Trotzdem eine schöne Schilderungen, ja, der Linksverkehr, der hat es anfänglich in sich. Liebe Grüße, Claudia

    • Liebe Claudia,
      ich habe auch immer den größten Respekt vor dem Verkehr in anderen Ländern und bin sehr froh, dass mein Mann das Fahren hier meist sehr souverän übernimmt!
      LG Annika

  4. Ich fahr gerne mit dem Mietwagen im Urlaub. Ich schätze einfach die Unabhängigkeit und Freiheit, selber entscheiden zu können, wann und wo ich anhalten möchte. Allerdings bin ich noch nie in Asien im Auto unterwegs gewesen… Linksverkehr aber schon mehrere Male. Und viele eurer Erfahrungen erinnern mich auch an die Fahrerei der letzten Tage hier in Marokko. Hier hupen vor allem die vielen Mopedfahrerer!!!
    Weiterhin viel Spaß und alles Gute beim Fahren in fernen Ländern.
    Hartmut

    • Hallo Hartmut,
      genau: Unabhängigkeit und Freiheit – das trifft es genau! Marokko steht ja auch noch auf unserer Reisewunschliste, da werden wir dann auch auf jeden Fall einen Mietwagen nehmen – inklusive Hupkonzert ;-)
      Lg Annika

  5. Die Beschreibung einer mich sehr an den Verkehr hier in Myanmar. Ununterbrochenes Gehupe. Wir waren allerdings nur mit Scooter oder Fahrrad unterwegs. Dabei haben wir auch die Erfahrung gemacht, dass trotz allem Chaos jeder irgendwie auf jeden achtet.
    Fazit: man muss sich nur trauen.

    Liebe Grüße
    Gina

    • Liebe Gina,
      ui asiatischer Verkehr mit Fahrrad ist aber auch nur was für richtig Mutige oder? Aber das mit dem „aufeinander achten“ ist uns auch immer wieder aufgefallen. Trotz des Chaos passiert überraschend wenig. Als Fußgänger war immer unsere Devise: Tempo halten, nur nicht langsamer werden, dann kalkulieren die Asiaten unsere Geschwindigkeit schon korrekt ein – bisher hatten wir Glück.
      Lg Annika

  6. Wir haben auch meistens einen Mietwagen, auch in Thailand, aber auf die Idee, das auch auf Bali zu machen, sind wir noch nicht gekommen. Nach deinem Artikel werde ich mir das aber mal durch den Kopf gehen lassen.

    Ich war vor 11 Jahren auf Bali und fand den Verkehr echt krass. Und was ich auch echt schwer fand, wir hatten einen Fahrer mit Wagen für etwa 40€ am Tag. Der hat uns auch durch die Berge gefahren und damals trafen wir zwei Mal auf Straßensperren von, tja, Räubern? Auf jeden Fall hat er die bestochen und durfte weiterfahren. Als Selbstfahrer wüßte ich nun gar nicht damit umzugehen. Ist euch das auch untergekommen?

    Übrigens zum Navi-Problem: Wir kaufen uns im Ausland immer eine SIM Karte. Kostet in Asien meist nur 5€ mit genug Internetvolumen. Mit google maps navigieren wir dann super durch unsere Reiseländer.

    Lg, Nina

    • Liebe Nina,
      also so böse Straßensperren hatten wir zum Glück nicht – wir sind halt nur manchmal in so Prozessionen gelandet, aber die Menschen waren immer freundlich. Das mit der SIM-Karte machen wir inzwischen auch nur noch. Wobei wir in Costa Rica auch gute Erfahrungen mit der App maps.me gemacht haben – da kann man sich die Karten für den Offline-Modus vorher herunterladen.
      Lg Annika

  7. Wie sieht es aus mit einer Versicherung für das Auto? Sollte man hier eine Vollkaskoversicherung mit abschließen oder ist das eher nicht nötig ?

    Danke und LG

    Lisa und Kevin

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