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Bloggerhochzeit: Caro von Leben à la carte

Es geht direkt weiter bei den „Bloggerhochzeiten“: Heute dabei ist Caro vom Blog Leben à la carte, die einen romantischen Heiratsantrag auf Mallorca erhalten hat und bei ihrer Hochzeit dann eine mega geniale DIY-Candybar gemacht hat.

Caro und Simon am Hochzeitstag

Caro und Simon am Hochzeitstag

Liebe Caro, ich freue mich sehr, dass du mir heute Rede und Antwort in diesem Interview über eure Hochzeit stehst. Lass uns direkt beginnen:

Kennst du das Lied „80 Millionen“ von Max Giesinger? Hier heißt es im Refrain „Wie hast du mich gefunden…“ Das ist doch eine Super-Frage zum Einstieg: Wie habt ihr euch kennengelernt?

Und wie ich das kenne, ist sogar eins meiner aktuellen Lieblingslieder!

Unsere Kennenlerngeschichte ist ein bisschen strange. Wir waren damals beide in einem kleinen regionalen Chatroom unterwegs – war da gerade absolut im Trend, wobei Simon zum ersten Mal seit Monaten wieder online war. Und dann tauchte sein Profilname unter den kürzlich eingeloggten Usern auf, ich hab mal kurz draufgeklickt und… Sowohl der Nachname als auch das Gesicht kamen mir irgendwie bekannt vor…

Das war eine super Grundlage, um ihn mal einfach anzuschreiben und nachzufragen. Und siehe da, ich hatte recht: Seine Mama spielte mit mir in der gleichen Volleyball-Mannschaft! Reeein zufällig musste Simon sie dann direkt am gleichen Abend vom Training abholen und so nahm das Schicksal seinen Lauf!

Da sieht man mal, wozu so ein Chat gut sein kann. (und Sport natürlich auch *hüstl*)
Wie seid ihr das Thema „Hochzeit“ angegangen? Wann habt ihr das erste Mal darüber gesprochen? Von wem ging die Initiative aus und warum?

Ehrlich gesagt haben wir schon vor Ewigkeiten zum ersten Mal darüber geredet. Da waren wir wohl gerade erst ein paar Monate zusammen. Aber irgendwie hat es von Anfang an so gut gepasst, dass wir uns vorstellen konnten, für immer zusammenzubleiben. Auch wenn wir damals noch andere Erwartungen vom Leben hatten: Früher haben wir dann eben über ein geiles Eigenheim (Penthouse versteht sich) philosophiert, heute sind es die Abenteuer, die wir noch gemeinsam erleben wollen.

Das ist schön, wenn das von euch beiden gemeinsam ausging, ich musste ja ein wenig drängeln…aber das ist eine andere Geschichte.
Jetzt werde ich unheimlich neugierig und bin sehr gespannt. Erzähl doch mal vom Heiratsantrag!

Oh, der war wunderschön.

Wir sind das Ganze zwar recht rational angegangen, was hauptsächlich daran lag, dass ich kein großer Schmuck-Fan bin (ergo: kein Verlobungsring extra) und wir auf das „Wann fragt er mich denn endlich?“-Spielchen verzichten wollten, da wir ja eh beide schon lange wussten, was Sache ist. Unsere Ringe hatten wir uns also irgendwann mal zusammen ausgesucht.

Simon hat sich trotzdem nicht lumpen lassen und meinte immer „Irgendwann, wenn du nicht damit rechnest, kriegst du noch einen richtigen Antrag“. Nachdem dann schon ziemlich viele Gelegenheiten verstrichen waren, bei denen ich mir sicher war, dass er mich nochmal offiziell fragen würde, hatte ich in der Tat nicht mehr damit gerechnet.

Und auf einmal kniete er bei strahlendem Sonnenschein in einer türkisblauen, menschenleeren Bucht in Mallorca auf einem Felsen. Absolut unglaublich, diesen Moment werde ich nie vergessen!

Heiratsantrag auf Mallorca

Heiratsantrag auf Mallorca

Das stell ich mir wirklich traumhaft vor. Ich hab meinen Heiratsantrag ja auch im Urlaub erhalten. Ist irgendwie der Klassiker, nicht?
Welche 3 Punkte der Hochzeitsplanung haben dir am meisten Spaß gemacht?

Eigentlich war alles ziemlich cool, wir haben nämlich wirklich alles selbst organisiert. Dazu muss man sagen, dass wir unsere Feierlichkeiten etwas aufgeteilt hatten, um das Ganze etwas zu entschleunigen und nicht so einen Stress zu haben. Im Dezember 2014 haben wir im Kreise der engsten Verwandtschaft standesamtlich geheiratet und sind schön essen gegangen, waren abends noch mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt und im Anschluss in einem Club feiern.

Im Juni 2015 kam dann die fette Party (ohne Kirche, das stand direkt fest) – einfach so quasi. Und nach einem halben Jahr Ehe. Wir organisieren unglaublich gern Veranstaltungen und Partys, von daher hat das alles echt Spaß gemacht.

Die absoluten Highlights: Meine DIY-Candy-Bar, die gesamte Saal-Dekoration und der Getränke-Einkauf im Großmarkt! Das Bestellen der Torte war auch genial (und lecker) und der Konditor meinte im Anschluss, so schnell hat er noch nie eine Hochzeitstorte besprochen: 25 Minuten inkl. Verkostung. Reicht doch, oder? :D

DIY-Candy-Bar

DIY-Candy-Bar

Die Candy-Bar sieht super aus (auch wenn rosa nicht ganz meine Farbe ist), man sieht total, dass du da sehr viel Herzblut hineingesteckt hast.
Gab es etwas, was dich bei der Hochzeitsplanung an den Rand des Wahnsinns getrieben hat?

Hmmm. Das Kleid? Ganz ehrlich, ich hätte niiiemals 2000 Euro oder so für ein Brautkleid, das ich danach nie wieder anziehe, ausgegeben – dafür plane ich lieber direkt die nächsten Reisen. Auch wenn meine Mama zuerst etwas enttäuscht war und mich gern als ihre persönliche Sissi gesehen hätte… Nee!

Für das Standesamt hatte ich mir ein einziges Kleid in zwei Größen bei Zalando bestellt, damit ich es zu Hause in Ruhe anprobieren kann. Es saß perfekt und war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Zu unserer großen Party wollte ich dann aber noch ein langes Kleid haben, allerdings natürlich kein weißes, sondern eins in unseren Hochzeitsfarben: rosa/pink oder goldfarben – was die Farben der Feier (und auch den Rest der Dekoration) angeht, da hat Simon mir direkt freie Hand gelassen. War echt nicht so einfach, was zu finden, Bielefeld hatte nicht so das beste Angebot an Abendkleidern – zumindest nicht, wenn man nicht in Größe 34/36 passt… das war echt nervenaufreibend und ich war richtig froh, als ich dann in Paderborn mein Traumkleid gefunden hatte – ziemlich zufällig und auf dem Heimweg von der Uni.

Ja, die Gedanken zum Kleid kenne ich… bei mir ist das ganze nur etwas anders ausgegangen.
Hattest du einen Brautzilla-Moment, der dir jetzt im Nachhinein etwas peinlich ist?

Nö. Ich denke, ich war ganz umgänglich.

Peinlich könnte mir höchstens sein, dass ich ein Blackout zwischen halb drei und halb fünf Uhr habe. Meine größte Sorge am nächsten Morgen war, ob ich meiner Verwandtschaft eigentlich Tschüss gesagt hatte. Meine Mama hatte nämlich einen Kleinbus für drei Uhr organisiert, der 20 Personen zurück in die Heimat bringen sollte. Aber wie gesagt, der Teil der Party fehlt irgendwie nach wie vor. Ja, war eine gute Party, haha.

Der Tortenanschnitt

Der Tortenanschnitt

Das klingt ja nach einer richtig guten Party ;-) Bleiben wir mal bei der Zeit, an die du dich noch erinnerst: Hattest du einen besonderen Moment, wo dir einfach die Luft weggeblieben ist und an den du immer wieder denkst?

Auf jeden Fall!

Das war aber nicht während der Feier, sondern wirklich an unserem offiziellen Hochzeitstag. Simon und ich hatten uns für die Trauung im Bielefelder Rathaus (was leider echt total hässlich ist) ein Cover von „Nothing Else Matters“ ausgesucht.

Als das gespielt wurde, liefen schon die ersten Tränchen. Der ganz besondere Moment kam aber erst danach: Wir hatten jeder ein paar persönliche Worte vorbereitet – danach war fast der ganze Hochzeitssaal am Weinen und selbst die Standesbeamtin hatte Probleme, einen Übergang zum Ja-Wort zu finden.

Ohhhhhhhhhhhhhhh————— Ok, wir sammeln uns alle wieder und weiter gehts:
Erzähl doch einfach mal kurz, wie du den Tag der Hochzeit selbst so erlebt hast.

Beide Tage waren relativ entspannt und ich konnte sie voll und ganz genießen. Der eigentliche Hochzeitstag war einfach nur schön, gemütlich im Kreis der Familie und abends „ganz normal“ feiern… das hatte im Brautkleid natürlich nochmal was ganz Besonderes und ich war sowieso schon überwältigt von dem Gedanken, dass ich ab sofort „Frau Aschemeier“ bin!

Während die Tage vor der Feier recht stressig waren, konnten wir am großen Tag noch mehr oder weniger ausschlafen, weil wir davor schon fast alles mit unseren besten Freunden erledigt hatten. Wie das immer so ist, war der Abend aber richtig schnell gekommen und noch viel schneller wieder vorbei.

Verkleidungsfoto

Verkleidungsfoto

Das klingt echt chillig.
Gab es irgendwelche gemeinen Spiele oder schöne Aktionen, von denen du uns berichten möchtest?

Gemeine Spiele oder allzu viel Programm hatten wir im Vorfeld bereits verbieten lassen – wir hassen sowas und wollten einfach nur eine spaßige und ungezwungene Feier. Unsere Trauzeugen und Eltern waren darüber entsprechend informiert und konnten diesen Wunsch an alle Fragenden weitergeben.

Unsere Freunde hatten dieses Spiel organisiert, wo das Brautpaar Rücken an Rücken aneinander sitzt und Fragen (z.B. Wer kann besser kochen?) beantwortet, indem es ein entsprechendes Symbol hochhält: Brautschuh = Caro, Bierflasche = Simon. Bei der gerade erwähnten Frage ging ganz klar die Bierflasche hoch…

Unsere beste Freundin und Trauzeugin Jana hatte als Fotografin (ja, von ihr kamen natürlich auch die Fotos) außerdem noch eine Foto-Ecke eingerichtet, wo sich alle Gäste verkleiden und mit einer Polaroid-Kamera für das Gästebuch fotografieren konnten!

Oh, das mit dem Verkleiden ist immer gut. Wir haben ja unsere Fotobox selbst gebaut, das war einfach so genial.
Zu guter Letzt wollte ich dich noch fragen, ob es sich für dich jetzt „anders anfühlt“ verheiratet zu sein.

Eigentlich nicht wirklich. Am Anfang war es total komisch, sich am Telefon mit einem anderen Namen zu melden. Ich bin ziemlich oft dran gescheitert. Es ist schon ein cooles Gefühl, „mein Mann“ sagen zu können, aber an unserer Beziehung hat die Hochzeit absolut gar nichts geändert.

Caro und Simon

Caro und Simon

Liebe Caro, vielen vielen Dank für das tolle Interview.

Caro schreibt auf ihrem Blog Leben à la carte über das Reisen und ihr Leben als Weltenbummlerin. Als Hippie-Seele liebt sie es, mit Backpack und Office to go um die Welt zu reisen und immer Neues zu entdecken. Aktuell bereitet sie sich mit ihrem Mann Simon darauf vor, sämtliches Hab und Gut zu verkaufen und im nächsten Jahr auf Open-End-Weltreise zu gehen – mit nichts außer einem gepackten Rucksack und einem One-Way-Ticket.

Klingt doch mega-spannend oder? Schaut doch mal bei Caro vorbei und abonniert ihre Facebook-Seite, dann seid ihr immer auf dem Laufenden, was die Weltreise der zwei angeht.

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6 Comments

  1. Oh die zwei sind sooo süß :)! Wir durften sie ja schon in unserem Urlaub kennenlernen. :)

    Die Männer haben es wohl mit den Heiratsanträgen am Strand. Mein Schatz hat mir auch gleich zwei Wochen später auf Thailand einen Antrag gemacht. Bei uns dauert es aber noch mit der Hochzeit :D!

    Tolles Interview!

    Liebe Grüße Sara

    • Ey, Moment mal, wir sind kein kleines Kätzchen! Aber trotzdem sooo süß – haha, okay, ist gebongt :D

      Naja, wer kann einem Strand denn auch widerstehen? <3
      Lasst euch ruhig Zeit mit der Hochzeit: Solange wir auf der Gästeliste stehen, will ich nicht meckern *grins*

      Freuen uns schon, euch dann bald in Berlin wiederzusehen :)
      Schöne Grüße,
      Caro

  2. Ein tolles Interview!
    Eure Hochzeit wäre absolut mein Ding. Total ungezwungen!
    Euer Candy-Table sah absolut klasse aus ♥.
    Ich wünsche Euch beiden von ganzem Herzen alles Gute für die Zukunft… und wenn alles klappt, sehen wir uns ja im nächsten Jahr in Schottland.

    Liebe Grüße
    Denise

    • Vielen, vielen Dank liebe Denise :)

      Ein Jammer, dass wir uns da noch nicht kannten – dann hätte ich gewusst, wen ich die Torte backen lasse (was den Transport betrifft… naja, man findet immer irgendwie eine Lösung, haha)!
      Wobei unser Exemplar aus der Konditorei wirklich auch einfach nur ein Traum war: 12 Stockwerke – 6x Torte mit 3 verschiedenen Füllungen, 6x Schoko-Frucht-Pralinen und Mini-Cupcakes… yummy <3

      Ich hoffe echt, dass das nächstes Jahr mit Schottland klappt – ich richte schon mal ein Sparschwein ein :)

      Liebe Grüße,
      Caro

  3. Also die Candybar ist wirklich total liebevoll hergerichtet worden!!!
    Vielen Dank für den schönen Einblick in die Bloggerhochzeiten :-), da werde ich mich wohl mal durchwühlen müssen.

    Liebst, Yvonne von Limalisoy

    • Hallöchen Yvonne!

      Freut mich sehr, dass sie dir gefällt :)
      Es hat auch echt viel Spaß gemacht, sie zu bauen – und die 27 Kilo Süßigkeiten zu kaufen :D

      Schöne Grüße,
      Caro

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