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Reiseblog mit Liebe zu Hochzeiten und dem Leben

Warum ihr eine Safari in Kenia machen solltet

Einmal im Leben möchte ich… wie oft habe ich mir das schon gedacht? Meine Bucket-List wächst quasi täglich. Ganz weit oben stand bei mir lange Zeit „Einmal im Leben möchte ich eine Safari machen“. Meine aufmerksamen Leser wissen spätestens seit meinem Heiratsantrag, dass ich mir dieses Ziel erfüllen konnte. Meine erste Safari in Kenia war einmalig und ich habe jede Sekunde geliebt und genossen. Nach dieser tollen Erfahrung steht jetzt auf meiner Bucket-List „Zweimal im Leben möchte ich…“ (oder doch drei-, vier-, fünfmal?)

Warum eine Safari in Kenia

Wir hatten uns entschieden: der nächste Urlaub sollte uns endlich auf den afrikanischen Kontinent führen. Aber dieser ist verdammt groß und die Entscheidung für ein Reiseland ist uns nicht so leicht gefallen. Zunächst wurde im Internet recherchiert und die diversesten Reiseanbieter angeschrieben. In einem Meer aus Katalogen und Prospekten waren wir regelmäßig hin und weg von den süßen Tierfotos und den luxuriösen Unterkünften. Ein Pauschalurlaub in Afrika ist aber einfach verdammt teuer und so streichten wir beispielsweise die teuren Länder Botswana und Tansania von unserer Liste. In Namibia haben wir herausgefunden, dass man sogar selbst mit dem Mietwagen in die Nationalparks fahren darf. Das hört sich schon echt super an und wir sind ja auch eigentlich kleine Abenteurer, aber für das erste Mal Afrika und Safari wollten wir lieber auf einen Fahrer zurückgreifen. Ebenfalls wollten wir auch sehr gerne wieder schnorcheln und einen schönen Strandurlaub mit der Safari verbinden. So kristallisierte sich nach weiteren Tagen der Internetrecherche das Reiseziel Kenia heraus. Gut zu erreichen, nicht zu gefährlich, schöne Strände mit Schnorchelmöglichkeiten und ein angenehmes Preis-Leistungsverhältnis: Unsere Safari in Kenia stand fest.

Afrikanische Weite

Afrikanische Weite

Unser Safari-Fahrzeug

Unser Safari-Fahrzeug

Start der Safari in Kenia

Die meisten Safaris in Kenia starten in Nairobi oder in der Gegend um Mombasa. Beide Städte haben einen Flughafen und sind von Deutschland aus gut zu erreichen. Condor fliegt von Frankfurt aus sogar direkt nach Mombasa. Wir haben uns für einen Flug mit Turkish Airlines über Istanbul entschieden und haben so nach der Safari in Kenia noch ein paar Tage Kultururlaub in Istanbul angehängt. Viele Flüge aus Europa landen leider zu sehr ungemütlichen Zeiten in Kenia. Wir haben beispielsweise erst um 3 Uhr nachts auf der Landebahn aufgesetzt. Zum Glück hatten wir über unseren Safari Anbieter African Baba sowohl einen Transfer, als auch ein Hotel am Strand für die ersten Tage gebucht. Kerstin aus Österreich leitet African Baba vor Ort und hat uns sogar persönlich am Flughafen abgeholt. Der nächste Stop hieß Kinondo Poa: ein ruhiger Ort am Galu Beach, etwas südlicher vom Diani Beach. Wir konnten direkt unser kleines Bungalow beziehen und ein paar Stunden verpassten Schlaf nachholen. Die ersten Tage in Kinondo Poa gewöhnten wir uns an den afrikanischen „Pole pole“(*)-Lebensstil, beobachteten Kitesurfer am Diani-Beach und besuchten eine lokale Grundschule und das Dorf. Das war sehr interessant und ich kann euch nur empfehlen Kenia auch mal abseits der Touristenpfade kennenzulernen. Wir haben auch versucht zu schnorcheln, aber der Galu Beach hat so viele abgestorbene Korallen und das Wasser ist sehr flach, so dass man hier nicht leicht in das Schnorchelgebiet kommt, ohne sich zu verletzen.

Nationalparks der Safari in Kenia

Nach der Anfangsentspannung ging es am fünften Tag frühmorgens um 5Uhr los. Shabani, unser Fahrer für die nächsten vier Tage, holte uns im Hotel ab und wir fuhren zunächst durch Mombasa in Richtung der Nationalparks. Unser erstes Ziel war der Tsavo West Nationalpark und die Fahrt bis dahin war endlos. Geschlagene 7 Stunden verbrachten wir in unserem Jeep. Aber es sollte sich lohnen! Am Parkeingang öffnete Shabani das Dach und ab diesem Zeitpunkt verbrachten Mr. B. und ich den Rest des Tages stehend und staunend. Schon nach kurzer Zeit sichteten wir eine Herde Impalas, die sich im Busch niedergelassen hatten. Sind die hübsch! Bis heute bleiben Impalas auch mit die schönsten Tiere, die ich während der Safari in Kenia gesehen habe. Es folgten Sichtungen von Zebras, Giraffen und Elefanten und wir waren absolut begeistert. Es ist ganz anders als ein Zoobesuch: Du freust dich über jede Tier-Sichtung und auch wenn es nur ein klitzekleines Digdig ist! Es ist einfach schön die Tiere in ihrer freien Wildbahn zu beobachten. Der Tsavo-West Nationalpark ist aber auch ohne Tiere schon eine Reise wert. Grüner Busch und rotgefärbte Sandstraßen wechseln sich aber mit kilometerlangen Wiesen. Zwischendurch müssen abenteuerliche Brücken überwunden werden und bei den Mzima Springs darf man sogar zu Fuß zu den Wasserquellen wandern und Nilpferde und Krokodile beobachten.

Ein kleines Digdig - die Hasen Afrikas

Ein kleines Digdig – die Hasen Afrikas

Wunderschönes Impala

Wunderschönes Impala

Hippos in Mzima Springs

Hippos in Mzima Springs

Vom Tsavo-West Nationalpark fährt man ein ganzes Stück durch Masai-Land bis zum Amboseli-Nationalpark. Das ist der Lieblings-Nationalpark von Mr. B. und landschaftlich etwas ganz eigenes. Auf ganz flachem Land und vertrockneten Flächen stehen viele Zebras und riesige Elefantenherden. Amboselis werden die kleinen Wirbelstürme genannt, die immer mal wieder rechts und links gesichtet werden können. Im Amboseli-Nationalpark haben wir auch unsere erste und einzige Löwenfamilie während der Safari in Kenia gesehen. Hier tummeln sich dann ganz viele Safarijeeps mit den Touristen aus aller Welt, aber es ist trotzdem cool, mal einen wilden Löwen zu sehen.

Löwen hautnah

Löwen hautnah

Der letzte Nationalpark unserer Safari in Kenia war der Tsavo-Ost-Nationalpark. Hier ist es sehr heiß und schwül und auch dieser Nationalpark hat seinen ganz eigenen Charme. Zugegeben: der Tsavo-West und Amboseli Nationalpark hat mir landschaftlich ein bisschen besser gefallen. Aber auch im Tsavo-Ost-Nationalpark haben wir tolle Tiere gesehen und hier hatten wir eins der schönsten Erlebnisse unserer Safari in Kenia: wir haben unsere Patenelefanten des David Sheldrick Wildlife Trust besucht und gefüttert.

Ende der Safari in Kenia

Eine Safari ist anstrengend. Jeden Tag geht es sehr früh aus dem Bett um die meisten Tiere zu erhaschen. Die meiste Zeit verbringst du stehend in deinem Safari-Jeep. Du hast fast minütlich neue Eindrücke und bist immer wieder überwältigt von der Schönheit Afrikas. Abends fällst du todmüde ins Bett – aber du bist glücklich. Ich habe noch glaube ich noch nie so viel gestrahlt in meinen Urlauben. Auch wenn wir nicht die Big Five gesehen haben (kein Nashorn und keinen Leopard) – es war toll und ich will es wieder tun! Aber das nächste Mal länger. 4 Tage und 3 Nächte ist ein guter Anfang für eine Safari in Kenia. Aber ich würde euch raten mindestens 5 Nächte zu buchen und auch mal länger in einem Nationalpark zu sein, als nur eine Nacht. Hier würde ich vor allem das Severin Safari Camp im Tsavo-West Nationalpark empfehlen, weil ich ich hier wirklich noch gerne länger geblieben wäre.

Sonnenuntergang in Afrika

Sonnenuntergang in Afrika

Nach unserer Safari in Kenia ging es noch an den Strand nach Watamu zum Kitesurfen lernen, aber das ist eine andere Geschichte.

(*) Pole, pole = Langsam, langsam

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2 Comments

  1. Das sind tolle Bilder! Da komme ich auch wieder ins Träumen! Auf unserer Safari in Kenia haben wir auch Erlebnisse gehabt, die wir nicht mehr vergessen werden. So etwas ist einfach toll! Cool, dass ihr eine Patenschaft für einen Elefanten habt! Schöne Idee! Liebe Grüße, Jana

    • Hallo Jana,
      ich fange bei unseren Safari-Bildern auch immer wieder an zu träumen. Das Erlebnis mit den Elefanten ist wirklich einmalig!
      LG Annika

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