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Top 5 Tempel Angkor Wat

Ihr fahrt nach Kambodscha? Bestimmt zum Angkor Wat. So oder so ähnlich waren die meisten Reaktionen auf unsere Ankündigung des nächsten Reiseziels. Kambodscha wird oft direkt mit Angkor Wat gleichgesetzt. Es ist auch wirklich ein sehr schöner und beeindruckender Tempel, aber im Gebiet um Angkor Wat herum gibt es so viel tolle andere Tempel, die teilweise auch noch nicht so von Touristen überlaufen sind. Daher gibt es heute meine Top 5 Tempel außerhalb von Angkor Wat.

1. Ta Prohm

Ruinen von Ta Prohm

Ruinen von Ta Prohm

Mein absoluter Lieblingstempel. Hier hat die Natur versucht sich zurückzuholen, was eigentlich ihr gehört. Ihr findet hier beeindruckende Tempelruinen inmitten von kambodschanischem Urwald. Riesige Bäume mit Wurzeln die sich durch die Steinmauern gekämpft haben. Es gibt kaum Absperrungen, alles darf erkundet werden. Nur bei dem berühmten Durchgang von Lara Croft – Tombraider ist ein Seil gespannt, weil sich hier sonst wahrscheinlich sonst die Touristen stapeln würden. A prospros Touristen. Der Ta Prohm ist natürlich auch sehr beliebt. Mein Tipp: Steht ganz früh auf und geht zum Sonnenaufgang zum Tempel. Bei uns war es fast menschenleer! Die meisten Touristen sind zum Sonnenaufgang, na ratet mal, richtig: beim Tempel Angkor Wat.

Bekannt aus Tombraider

Bekannt aus Tombraider

2. Bayon

Wunderschöner Bayon

Wunderschöner Bayon

Ganz in der Nähe von Angkor Wat ist die große Stadt Angkor Tom. Hier findet ihr meinen zweiten Lieblingstempel: Bayon. Rund 200 liebevolle Buddha-Gesichter lächeln euch hier von den 37 Türmen aus an. Hier kann man tolle Fotomontagen mit Nasen-Küssen machen:
So schön ich diesen Tempel auch fand, hier sind wir in eine klassische Touristenfalle reingetappt: ein Mönch nahm meine Hand und hat mir (fast blitzschnell) eine Art Freundschaftsband umgebunden. Da habe ich einfach nicht aufgepasst. Danach wollte er natürlich eine Spende haben, die ich ihm dann auch gegeben habe. Ein Blick auf eines der Gesichter hat meinen kurzen Ärger schnell wieder verfliegen lassen.

Gesichter auf den Türmen von Bayon

Gesichter auf den Türmen von Bayon

3. Banteay Srei

Banteay Srei

Banteay Srei

Viele Touristen in Angkor Wat haben irgendwann das Gefühl „templed out“ zu sein. Man geht tagein tagaus in immer neue Tempel und irgendwann hat man das Gefühl, dass alle doch irgendwie gleich aussehen. Nicht aber im Banteay Srei. Dieser Tempel liegt etwas außerhalb und ist etwas ganz anderes, als die anderen Tempel. Schon der Weg zum Tempel ist sehr schön:Ihr geht auf einem rosafarbenen Sandweg durch ein Reisfeld bis ihr zu den ersten Tempelruinen kommt. Der Rosa-Sandstein hat seinen speziellen Charme und die eingeritzten Ornamente sind total künstlerisch und detailliert und die habe ich so in keinem anderen Tempel um Angkor Wat herum gesehen.

Kleiner Mönch

Kleiner Mönch

4. Preah Ko (Schule im Hinterhof)

Preah Ko mit Schule im Hinterhof

Preah Ko mit Schule im Hinterhof

Obwohl wir gegen Ende unseres 3-Tages Tempelpasses auch ein wenig „templed out“ waren, entschieden wir uns dazu noch ein paar der Tempel der Roulos-Gruppe zu besichtigen. Einer dieser Temple ist Preah Ko, diese 3 Türme wirken von weitem (und eigentlich auch von Nahem) recht unscheinbar. Im Inneren gibt es aber tolle Platten in die Sanskrit eingraviert ist. Wer es lesen kann, ist hier klar im Vorteil:
Hinter dem Tempel verbirgt sich aber ein kleiner Geheimtipp: hier ist eine ganz kleine Mönchsschule angesiedelt. Für jeden kambodschanischen Jungen ist es vorgesehen ein paar Jahre auf eine Mönchsschule zu gehen. Der Englischlehrer, dessen Namen ich leider vergessen habe (ich glaube ich hatte ihn auch nicht soo gut verstanden – also den Namen), hat uns in der der sehr kleinen Schule herumgeführt und erklärt wie der Unterricht aufgebaut ist und das so langsam versucht wird, die westlichen Einflüsse mit zu vermitteln. So gibt es beispielsweise auch Computer-Unterricht – aber an was für alten Klapperkisten, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Der Lehrer war früher selbst Schüler in der Schule und war gerade mal 19! Er hat uns mit leuchtenden Augen nach Deutschland ausgefragt und wollte eigentlich selbst mal Europa erkunden, aber das ist natürlich nicht so einfach. Wir haben ihm dann auch umgerechnet glaube ich 10€ gespendet, obwohl er wirklich nicht aufdringlich darum gebettelt hat. Aber er hat sich tierisch gefreut und wir hatten ein wirklich gutes Gefühl.

Na, wer kann das lesen?

Na, wer kann das lesen?

5. Phnom Bakheng

Mein letzter Tempel-Tipp ist sehr bekannt zur Sonnenuntergangszeit. Der Phnom Bakheng liegt nämlich auf einem Berg und von hier aus kann man die Sonne besonders schön untergehen sehen. Wenn ihr dies ausprobieren möchtet, könnt ihr das gern tun, aber müsst bestimmt mindestens 2 Stunden vor dem Sonnenuntergang den Berg hochpilgern und euch ein Plätzchen sichern, von dem ihr die Sonne sehen könnt. Wir hatten unser gebuchtes Sundown-Package scheinbar nicht so gut verstanden: Zum Einen wusste ich gar nicht, dass wir zu einem Tempel fahren (es hieß „Ihr habt jetzt ein Sonnenuntergangs-Picknick auf einem Berg“) – Ich hatte mich also mit meinem Sommerkleidchen etwas schick gemacht. Dies hatte zur Folge, dass weder meine Knie, noch meine Schulter bedeckt waren und mir der Eintritt zum Tempel (berechtigterweise) verwehrt wurde. Zum anderen dachten wir aber auch wir würden zu einem Platz „abseits der Touristenpfade“ gefahren werden. Hier hatten wir uns mächtig getäuscht. Die Touristenmassen strömen zur Sonnenuntergangszeit nur so den Berg hinauf, man kann sich sogar auch mit einem Elefanten hochbringen lassen. Das war nicht unbedingt unser Fall, daher haben wir den Sonnenuntergang auch gar nicht abgewartet.

Angkor Wat aus der Vogelperspektive

Angkor Wat aus der Vogelperspektive

Jetzt fragt ihr euch vielleicht, warum es dieser Tempel trotzdem in meine TOP 5 Liste geschafft hat? Ganz einfach: zu einer anderen Tageszeit würde ich ihn euch durchaus empfehlen. Zum Beispiel zum Sonnenaufgang, der ist vom Berg aus betrachtet auch immer schön. Nehmt euch nur genug Wasser mit, denn der Aufstieg ist schon recht steil und in Kambodscha kann es unheimlich heiß werden. Oben angekommen habt ihr dann aber  einen einmaligen Blick auf Angkor Wat aus der Vogelperspektive.

Haben euch meine Tempel-Tipps gefallen? Welchen Tempel würdet ihr gerne besuchen?

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4 Comments

  1. Hallo Annika,

    eine schöne Auflistung hast Du da. Ich habe mir den 7-Tages-Pass gegönnt und habe gefühlt alle Tempel gesehen, die es dort zu sehen gibt ;)
    Aber jeder ist doch wieder anders und dadurch wieder spannend.

    Am eindrucksvollsten war für mich aber die Anlage von Beng Mealea. Sie liegt ein gutes Stück entfernt von den anderen Tempeln und ist schon nicht mehr Teil des Archäologischen Parks. Der Extra-Eintritt, den man dort zahlen muss, lohnt sich aber auf jeden Fall .

    Erst vor wenigen Jahren wurde die riesige Anlage von Minen befreit und die Natur hat sich hier noch beeindruckender ausgebreitet als in Ta Prohm.

    Man klettert über riesige Steinblöcke, die wild übereinander in der gesamten Anlage liegen. Riesige Wurzeln halten an manchen Stellen die Mauern noch fest. An anderen haben sie die Wände schon eingerissen.

    Wenn Du das nächste Mal noch einen bisschen mehr Zeit hast, solltest Du unbedingt den Abstecher dorthin unternehmen.

    Viele Grüße
    Thomas

    • Hallo Thomas,
      sorry, dass ich jetzt erst antworte, aber in Indien hat das WLAN doch recht oft gestreikt… Vielen Dank für deinen Kommentar: Wow, 7-Tage: warst du danach nicht ganz schön „templed out“? Beng Mealea hatten wir sogar wirklich auch überlegt, aber dann hatte ich Berichte gefunden, dass da das Malaria-Risiko nochmal etwas höher ist, daher haben wir uns dann doch dagegen entschieden. Wenn wir nochmal nach Kambodscha fliegen gibt’s aber ne Extra-Ladung Antibrumm, lange Klamotten und dann möchte ich mir diesen Tempel in der Natur auch sehr gerne noch ansehen.
      Liebe Grüße
      Annika

  2. Hallo Annika,
    auch wir haben uns durch die Anlage gearbeitet. Es war wahnsinnig beeindruckend – und für die Fülle im Kopf kann ich einfach nur empfehlen, das Rad zu nehmen. Die Strecken sind zwar lang und erfordern natürlich in dem Klima eine gewisse Grundfitness – jedoch war es total schön, durch die Reisfelder zu radeln.

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Hallo Sandra,
      das ist ein Super-Tipp mit dem Fahrrad. Auf Bali sind wir auch durch die Reisfelder gefahren und es war richtig traumhaft. Als Verkehrsmittel für die Tempel kann ich mir das auch richtig gut vorstellen, aber vielleicht nicht unbedingt im Mai, denn hier war es wirklich sehr sehr heiß und ich bin schon zerlaufen obwohl ich mich sportlich gar nicht betätigt habe.
      Liebe Grüße
      Annika

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