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Südafrika Panorama-Route als Selbstfahrer

Die Panorama-Route ist eines der „Must-Sees“ in Südafrika. Obwohl ich an diesem Tag leider etwas krank war, erinnere ich mich so gerne an den Tag, an dem wir so wunderschöne Landschaften gesehen haben. Ich nehm euch mit als Selbstfahrer auf der Panorama-Route.

Panorama-Route: Startpunkt(e)

Ein guter Startort für die Panorama-Route sind die Orte Sabie oder Graskop. In Graskop kommen die Adrenalin-Junkies unter euch auf ihre Kosten: Mit der Mega-Swing könnt ihr euch metertief in einen Canyon stürzen und entspannt ausschaukeln. Ich hatte mir diesen Sprung auch fest vorgenommen, aber irgendwie wird man ja doch älter und der Mut schwindet. Ich habe mich schlichtweg nicht mehr getraut, nachdem ich am Abgrund stand und gesehen hab, wie tief es hier wirklich hinunter geht.

Aber kommen wir zurück zur Panorama-Route. Wir waren vorher in Hazeyview stationiert, was ungefähr 1 Stunde von Graskop entfernt ist. Wenn ihr früh genug losfahrt, dann ist auch Hazeyview gut geeignet, um als Selbstfahrer die Panorama-Route zu erkunden.

Panorama-Route: MacMac-Wasserfall

MacMac Wasserfall

MacMac Wasserfall

Unser erste Stop war der MacMac-Wasserfall. Ihr müsst bei allen Stops der Panorama-Route auf die genauen Öffnungszeiten achten, am Vortag standen wir nämlich bei den MacMac-Pools vor verschlossenen Toren. Der MacMac-Wasserfall ist schon ein schöner Wasserfall, mit einem netten kleinen Spazierweg zur Aussichtsplattform. Durch den Zaun und die Absperrungen habt ihr aber öfters Störkörper auf den Fotos. Wir sind halt schon etwas verwöhnt vom Sekumpul-Wasserfall auf Bali, der wirklich einmalig ist, aber der MacMac-Wasserfall ist auch durchaus einen Stop wert.

Weitere Wasserfälle der Panorama-Route sind zum Beispiel die Bridal Falls  oder Berlin Falls. Da wir aber in der absoluten Trockenzeit in Südafrika waren und diese Wasserfälle erst bei Regen richtig imposant wirken, haben wir uns diese Stops gespart – wir hätten zeitlich auch nicht alle Stops der Panorama-Route machen können, da wir uns nicht hetzen wollten. Unser abendliches Ziel war der Ort Phalaborwa am Krüger Nationalpark, hier muss man vom letzten Stop der Panorama-Route bis zum Krüger auch nochmal gute 3 Stunden Fahrzeit einplanen.

Panorama-Route: Pinnacle

Pinnacle

Pinnacle

Aber zurück zum MacMac-Wasserfall. Von hier aus ging es für uns in Richtung Norden zurück nach Graskop und dann noch ein Stückchen weiter. Hier kann man einen wunderbaren „Schlenker“ der Straße mitnehmen. Erster Halt: der Pinnacle. Sieht ein bisschen aus wie der James-Bond Felsen in Thailand, aber die Kulisse ist eine ganz andere. Die Mutigen von euch können an der rechten Seite auch ein bisschen klettern, wenn ihr Lust habt.
Der Pinnacle gibt euch einen guten Einstieg in die Panorama-Route Südafrikas.

Panorama-Route: God’s Window

God's Window

God’s Window

Der nächste Stop ist dann „God’s Window“, dieser Aussichtspunkt wird überall total gehyped, schon zurecht. Auf vielen Flyern sieht man hier so eine Art Fenster aus Felsen, da haben wir auch die ganze Zeit Ausschau nach gehalten, aber wir haben es nicht gefunden. Ich glaube ja inzwischen, es gibt gar kein „echtes Fenster“, sondern die wunderschöne weite Aussicht, ist das riesige Fenster. Ihr könnt hier an einem Spazierweg mit einigen Treppen mehrere Aussichtsplattformen begehen und einfach nur staunen. Wenn ihr bis nach ganz oben geht, könnt ihr ein Stück durch südafrikanischen Regenwald laufen. Der Temperaturunterschied in den Bäumen und Büschen ist sehr angenehm, wenn es so heiß ist, wie bei uns und der Anblick hinter dem Regenwald ist auch nochmal ganz schön.

Am God’s Window gibt es unten am Parkplatz einige Souvenirläden, die echt schöne Kleinigkeiten und Tücher verkauften und preislich ziemlich in Ordnung waren, obwohl es doch ein Touristen-Hotspot ist.

Panorama-Route: Wonderview

Der letzte Stop in diesem Straßen-Schlenker ist die „Wonderview“, auch sehr nett, aber das God’s Window ist doch ne Ecke schöner. Je nach Zeit könnt ihr euch diesen Stop evtl. sparen.

Panorama-Route: Lunch bei Potluck

Potluck Boskombuis

Potluck Boskombuis

Weiter geht es in Richtung Norden immer entlang des Blyde River Canyons, so langsam müsste bei euch auch schon der Magen knurren. Jetzt kommt ein absoluter Geheimtipp, der auch recht leicht zu übersehen ist: mitten auf der Straße ist plötzlich nach rechts die Potluck Boskombuis ausgeschildert, eine echte „Busch-Kombüse“ mitten im Nichts. Auf einem abenteuerlichen Schotterweg (siehe Bild ganz oben) müsst ihr zunächst über eine noch abenteuerlichere Brücke den Fluss überqueren und dann erreicht ihr ein original authentisches südafrikanisches Restaurant. Gekocht wird auf dem offenen Feuer, die Speisekarte ist wohl immer etwas anders: Potluck ist ein südafrikanisches „Sprichwort“: Gästen wird ein Potluck angeboten, wenn Sie zu Besuch sind: ein Überraschungstopf, mit allem, was der Kühlschrank so hergibt. Bei uns gab es zum Beispiel leckeres Hühnchen und Rinderspieße mit Hirse und Tomatensoße.

Panorama-Route: Bourke’s Luck Pottholes

Bourke's Luck Pottholes

Bourke’s Luck Pottholes

Nach dieser Stärkung geht es weiter zu meinem ersten Highlight der Panorama-Route: Bourke’s Luck Pottholes. Der Eintritt ist mit 80 Rand der teuerste der einzelnen Sehenswürdigkeiten der Panorama-Route, aber er ist es wert. So geniale Gesteinsformationen hab ich noch nie gesehen. Bei uns war es nur leider sooo heiß und es gibt kaum Schatten oder Möglichkeiten sich irgendwo auszuruhen. Ich habe ja anfangs schon geschrieben, dass es mir nicht so gut ging und hier hatte ich dann extreme Kreislaufprobleme, was dazu geführt hat, dass wir nur rechtsherum gegangen sind und den Weg links ausgelassen haben: großer Fehler!!! Die richtig genialen bekannten Fotos von Bourke’s Luck Pottholes könnt ihr scheinbar nur machen, wenn ihr euch anfangs links auf den Brücken haltet!
Aber auch so ist diese Landschaft einfach wunderschön.

Panorama-Route: Lowveld View

Weiter geht es wieder Richtung Norden zur „Lowveld View“. Hier ist der Eintritt umsonst und ihr könnt einfach mit dem Auto eine kleine Runde fahren. Nach den bisherigen Stops nicht mehr super spektakulär, aber doch sehr schön.

Panorama-Route: Three Rondavels

Blyde River Canyon

Blyde River Canyon

Kurz vor dem Ende der Panorama-Route in Südafrika, wenn ihr denkt, viel schöner kann es doch gar nicht mehr werden, kommt die Ausfahrt zu den „Three Rondavels“: Unbedingt nehmen. Das eigentliche Highlight sind an diesem Stop nicht die runden Felsen, sondern die einmalige Sicht auf den Blyde River, wie er sich durch den Canyon schlängelt. Hier ist so ein geiler Fotopunkt. Setzt euch auf die Felsen und lasst eure Beine baumeln, das ist so ein irres Gefühl!!! Aber immer schön vorsichtig und bitte bloß nicht runterfallen.

So das waren meine Selbstfahrer-Erlebnisse auf der Panorama-Route in Südafrika. Ward ihr auch schon einmal dort? Was hat euch am besten gefallen?

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4 Comments

  1. Diesen wunderbaren Bericht zu lesen, weckt in mir das absolute Fernweh! Wir sind in den letzten beiden Jahren mit dem Mietwagen durch den Westen der USA gefahren und haben in ganz ähnlicher Weise Naturwunder bestaunt :).

    Daher bin ich sicher, dass sowohl meinem Partner als auch mir diese Panoramaroute in Südafrika ebenso gefallen würde…vielleicht in ein paar Jahren :) – zunächst stehen nach einer „Verschnaufpause“ dieses Jahr in Südfrankreich der Osten der vereinigten Staaten und Australien ganz oben auf unserer Liste.

    Liebe Grüsse,
    Kathi

    • Liebe Kathi,
      danke für das Lob. Den Osten der USA kann ich für den September empfehlen: im Indian Summer gibt es hier in Nashua und Vermont so bunte Farben, das wird euch bestimmt gut gefallen! Den Westen wollen wir unbedingt auch noch erkunden und Australien steht neben Neuseeland schon lange auf der Wunschliste, aber das ist soo weit weg.
      LG
      Annika

  2. Liebe Annika,
    ich war 2013 mit einer größeren Reisegruppe in Südafrika. Die Reise wurde für uns komplett durchorganisiert, wir mussten uns selbst um nichts kümmern. Wir haben auch Hazyview, den Blyde River Canyon, Bourke’s Luck Pottholes, den Krüger Park und so vieles mehr besucht. Ich wusste gar nicht, dass diese Strecke auch die Panorama Route genannt wird :) Das Land ist einfach nur ein Traum. Für mich war es Liebe auf den ersten Blick.
    LG, Anita

    • Liebe Anita,
      danke für deinen Kommentar (sorry, dass ich erst so spät antworte). Reisegruppen sind ja nicht so sehr unser Ding, aber die Landschaft um die Panorama-Route ist so oder so schön, egal ob in der Gruppe oder als Individualfahrer. Find ich aber witzig, dass euch nicht der Name der Panorama-Route verraten wurde…

      LG Annika

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